Ostseebad Kuehlungsborn & Umgebung

nostalgisch und modern zugleich

Herzlich willkommen im Ostseebad Kühlungsborn, dem größten Bade- und Erholungsort an der mecklenburgischen Ostseeküste, malerisch eingebettet zwischen Ostsee und dem Höhenzug Kühlung mit dem Bastorfer Leuchtturm.

Kühlungsborn damals und heute

Die Stadt Kühlungsborn entstand im April 1938 durch die Vereinigung der Dörfer Brunshaupten, Arendsee und Fulgen deren Ursprung ungefähr 800 Jahre zurückliegt. Der Stadtname Kühlungsborn hat sich entwickelt
durch den Namen des Höhenzuges der Kühlung sowie dem Begriff Born in seiner Übersetzung für Quelle oder Brunnen was gleichzeitig für Gesundheit und Kraft steht. Kühlungsborn ist das größte Ostseebad in Mecklenburg Vorpommern und zeichnet sich durch eine mondäne Bäderarchitektur aus.

Kühlungsborn damals und heute

Kühlungsborn damals und heute

Die Geschichte beginnt gute 800 Jahre zuvor. Ca. im 12. Jahrhundert fand die Besiedelung des heutigen Stadtgebietes statt. Die Bauerndörfer Brunshaupten und Arendsee wurden gegründet. Nachdem sich das älteste, unweit von Kühlungsborn entfernte, Seebad Heiligendamm um 1793  etabliert hatte, zog es um 1850 die ersten Badegäste nach Fulgen und wenig später ebenso nach Brunshaupten und Arendsee.

Erste Seestege und Badeanstalten nach strenger Geschlechtertrennung wurden angelegt. Zu Beginn des 1900 Jahrhunderts begann man mit einem Verbindungsweg zwischen Brunshaupten und Arendsee – der heutigen Ostseeallee. In dieser Zeit wurde das erste Warmbad eröffnet. Die bestehende Bahnlinie der Bäderbahn wurde 1910 bis nach Arendsee verlängert. Zuvor verkehrte „Molli“, die Bäderbahn, ausschließlich zwischen Bad Doberan und Heiligendamm. Durch den ersten Weltkrieg jedoch kam der boomende Badebetrieb zum Erliegen. Um die 1925 erholte sich der Besucherstrom wieder.

1938 wurden die drei Gemeinden Brunshaupten, Arendsee und Fulgen zusammengelegt und erhielten das Stadtrecht und den Namen Kühlungsborn.
Die drei Möwen im Stadtwappen spiegeln die drei Gemeinden wieder.

Wie schon durch den ersten Weltkrieg kam auch während des zweiten Weltkrieges der Badebetrieb komplett zum Erliegen. Mit dem Ende von diesem entwickelte sich  Kühlungsborn zum größten Erholungsort und Ostseebad der damaligen DDR.

Geschichte in Bildern:

Kühlungsborn damals und heute 005
Ehemals die Landungsbrücken – es gab sie in Kühlungsborn Ost (Brunshaupten) als auch in Kühlungsborn West (Arendsee). Die Seebrücken mussten des Öfteren wieder aufgebaut werde, da sie durch Eis, Wind und Wetter häufig zerstört worden sind.
Heute gibt es noch die Seebrücke Kühlungsborn in Ost die im Jahre 1991, als erste fertiggestellte Brücke nach der Wiedervereinigung, eingeweiht wurde. Mit ihren 240m Länge ist sie ein Wahrzeichen der Stadt Kühlungsborn.
 
Kühlungsborn damals und heute 004
Bereits 1910 entstand in Arendsee, dem heutigen westlichen Stadtteil von Kühlungsborn, ein einfach angelegter Konzertplatz. Nach 1928 erhielt der Platz in Arendsee eine halbkreisförmige, überdachte Wandelhalle mit Sitzgelegenheiten. Aus dem einfachen Konzertplatz entwickelte sich der Konzertgarten West.
 
Kühlungsborn damals und heute 003
Haus am Park = FDGB Erholungsheim 'Georgi Dimitroff' = Parkhotel

Das ehemalige Park-Hotel stammt noch aus der Zeit vor dem ersten Weltkrieg.
Auch zu DDR-Zeiten diente es zur Unterbringung von Urlaubsgästen jedoch
unter dem Namen FDGB-Heim 'Georgi Dimitroff'. Vorwiegend waren hier Feriengäste, Urlauber aus den sozialistischen Nachbarländern untergebracht. Auch heute bietet das beeindruckende Bauwerk Urlaubsgästen eine Unterkunft. Heute unter dem Namen – Haus am Park -.
 
Kühlungsborn damals und heute 002
Travel Charme Hotel & Resorts - ehemals Ostsee-Hotel
Das Ostseehotel in Brunshaupten zählt mit zu den Logierhäusern
um die 1899. Zu dieser Zeit gab es bereits einen Badeverein, der beschloss,
eine Warmbadeanstalt in Planung zu nehmen. Auch ein Promenadensteg von 120m
Länge in die Ostsee hinein wurde während dieser Zeit errichtet.

 
Kühlungsborn damals und heute 001
Weisst Du noch zwischen 'Strandi' und Kaufhaus Bartelmann?
Ja, aber diese Geschichte reicht noch viel, viel weiter zurück ...
Es war einmal: ein Wilhelm Bartelmann, der sich um die 1870 als Korbmacher selbständig machte. Unter Anderem arbeitete er für das großherzogliche Palais. 1882 fertigte er für eine Kundin den ersten 'Strandkorb' hier an der Ostsee, ein Einsitzer aus Weiden und Rohr. Mit einem breiten Warensortiment führte man von 1903 das Ladengeschäft welches heute in 4.Generation in Familientradition fortgeführt wird.
 
Kühlungsborn damals und heute 007
Die Ostseeallee (ehemals der Bülowweg) mündet an ihrem westlichen Ende in den im Jahre 2003 angelegten Baltic-Platz. Jährlich wiederkehrende Veranstaltungen wie der Pfingstmarkt, der Rollei Windsurf Cup oder das Promenadenfest finden unter diesem wunderschönen Ostseepanorama statt. Sitzbänke und Cafés laden heute zum Verweilen ein. Auf dem alten Foto gut zu erkennen – die heutige Kunsthalle (seit 1992). Das Gebäude wurde 1914 neben der Seenotrettungsstation als Lese- und Trinkwasser-Kurhalle in Arendsee errichtet.

 
 
Kühlungsborn damals und heute 008
Kinogeschichte Bülowweg und Waldstraße 

1939 - 1940 Strandbühne im Bülowweg 22 
1950 Strandbühne in der Stalin-Allee 22 (zu Beginn der DDR Zeit) 
1985 Strandfilmbühne - Straße des Friedens 22 
1993 Strandbühne Kühlungsborn -Straße des Friedens 22
 
2014 “Wokking Asia Restaurant“ Ostseeallee 22 

Heute hat Kühlungsborn ein Programmkino – Das Ostseekino – in der Waldstraße. Bis 12:00 Uhr läuft hier das  Familienkino zum Sonderpreis, darüber hinaus
laufen hier die aktuellen Blockbuster sowie Filmklassiker. In den Sommermonaten
wird das Programm auf das Strandkorbkino hinter dem Bootshafen in Richtung Ost
ausgeweitet.
Quellenangabe: Kinowiki
Ansichtskarte: Dank an Peer Kretzschmar
 
Kühlungsborn damals und heute 009

 
Kühlungsborn damals und heute 010

Diesterweg Schule
1910 wird die Orts Schule am Karpfenteich eingeweiht, die spätere Diesterwegschule und in Folge die kleine Heinrich Schreiber Regionalschule, die ebenso unter dem Begriff „Türmchenschule“ bekannt war.
Friedrich Adolph Wilhelm Diesterweg geb.29.10.1790 – 07.07.1866
Diesterweg war als Haus- und Gymnasiallehrer, Rektor... in Worms, Frankfurt am Main, Wuppertal, Moers, Berlin tätig. Neben seiner pädagogischen Tätigkeit war Diesterweg auch sozialpolitisch engagiert. Als liberaler Schulpolitiker wandte er sich sowohl gegen einen starken kirchlichen als auch politischen Einfluss auf die Bildung. Außerdem kämpfte er für die relative Autonomie der Schule gegenüber den gesellschaftlichen Mächten.

Heinrich-Schreiber-Schule
In der Strandstraße wird 1915 die private höhere Knaben- und Mädchenschule eingeweiht., die spätere Diesterweg Schule und in Folge die große Heinrich Schreiber Regionalschule. Angeboten wurden hier die Schulformen Hauptschule und Realschule. Die Heinrich-Schreiber-Schule war für viele Jahre Bestandteil des Kühlungsborner Schulcampus. Sie wurde 2008 im Zuge der Neugestaltung des Fritz Reuter Gymnasiums zum Schulzentrum Kühlungsborn geschlossen. In dem aus dem Jahre 1914 stammenden Gebäude wird heute Wohnraum vermietet.
Heinrich Albert Friedrich August Schreiber   18.06.1864 – 06.06.1936
Theologiestudium in Tübingen, Leipzig und Rostock
Leiter einer Privatschule in Rhena
Rektor und Hilfsprediger in Bad Sülze
1902 Gemeindepastor von Brunshaupten

Fritz Reuter Schule
Zu Beginn der 60er wird im Stadtwald, Hermannstraße 9, die Fritz Reuter Schule gebaut. Heute ist dies die Fritz-Reuter-Grundschule.
Fritz Reuter  07.11.1810 – 12.07.1874
Reuter gilt als einer der bedeutendsten Dichter und Schriftsteller der niederdeutschen Sprache. www.fritz-reuter-literaturmuseum.de

Fritz Reuter Gymansium
1981 wird der Plattenbau im Stadtwald, Neue Reihe 73a, eingeweiht. Bis 2008 war dies der Standort für das Fritz-Reuter-Gymnasium. Heute ist es die staatliche Schule 'Schulzentrum Kühlungsborn' Verb. Regionale Schule und Gymnasium Kühlungsborn. Angeboten werden die Schulformen Gesamtschule mit folgenden Abschlüssen: Hauptschulabschluss, Mittlere Reife, Abitur und Fachhochschulreife.

Weiterführende Informationen sind in der Broschüre des Schulzentrums zu finden:

 
Unser wunderschönes 1906 erbautes Haus wurde ständig renoviert. Alle Zimmer und Einrichtungen sind weiterhin bis 2015 modernisiert.
Die Stadt Kühlungsborn entstand im Jahre 1938 aus dem Zusammenschluss der Ostseebäder Brunshaupten, Arendsee und dem Fulgenhof. Die Besiedlung des heutigen Stadtgebietes geht auf das 12. Jahrhundert zurück. Auf Initiative des Klosters Parchow wurden die Bauerndörfer Brunshaupten und Arendsee gegründet. Bis Mitte des 19. Jahrhunderts sollten die Landwirtschaft und der Fischfang die wichtigsten Erwerbszweige bleiben. Um 1850 kamen die ersten Badegäste nach Fulgen und 1880 wurde Brunshaupten und später auch Arendsee als Reiseziel entdeckt. Der Beginn des Badebetriebes sollte zum entscheidenden Wirtschaftsfaktor werden.

Bis zum Ausbruch des 1. Weltkrieges entwickelte er sich zur wichtigsten Einkommensquelle der Bevölkerung. Wurden die Gäste anfänglich noch in den Wohn- und Bauernhäusern der ansässigen Bevölkerung untergebracht und verpflegt, entstanden um die Jahrhundertwende die ersten Hotels. Den Entwicklungsschwerpunkt bildete der ehemalige Bülowweg (heute Ostseeallee). Nach dem ersten Weltkrieg erlangte der Tourismus aufgrund der schwierigen ökonomischen Lage nicht mehr die wirtschaftliche Relevanz, die er vor Kriegsausbruch hatte. Ein erneuter Aufschwung setzte erst mit den staatlich organisierten 'Kraft durch Freude' -Programmen der Nationalsozialisten ein.

Im Verlauf des zweiten Weltkrieges kam der Badebetrieb völlig zum Erliegen. Die Hotels wurden als Lazarette und nach Kriegsende als Flüchtlingsunterkünfte umfunktioniert. Bald nach dem Ende des zweiten Weltkrieges wurde Kühlungsborn als bevorzugter Urlaub- und Erholungsort in die Planungen der DDR - Regierung aufgenommen. Bis Ende der 80er Jahre sollte wiederum ein staatlich gelenkter Massentourismus das Wirtschaftsleben der Stadt prägen. Nach der Wende wurden die ehemaligen Ferieneinrichtungen wieder privatisiert und sorgsam restauriert. Besonderes Augenmerk wurde dabei auf die Fassadengestaltung entsprechend der alten Bäderarchitektur gelegt.